Trage- und Pflegeempfehlungen

Rückseite Teutonia II Chronograph

Die Zeitmessinstrumente von Mühle-Glashütte sind robust und widerstandsfähig. Dafür sorgen nicht nur die hochwertigen Edelstahlgehäuse – sondern auch die Uhrwerke mit der besonders stoßsicheren, patentierten Spechthalsregulierung.

Doch wie jede mechanische Uhr freut sich auch eine zuverlässige Mühle-Uhr hin und wieder über etwas Aufmerksamkeit. Hier finden Sie einige Tipps, mit denen Sie die Funktion und den Wert Ihrer Uhr einfach und dauerhaft erhalten können.

Wasserdichtheit

Aufgrund der nautischen Wurzeln unseres Unternehmens legen wir besonderen Wert auf die Wasserdichtheit unserer Armbanduhren. So sind alle Mühle-Uhren der aktuellen Kollektion mindestens bis 5 bar wasserdicht – und können damit nicht nur beim Händewaschen oder bei Regen getragen werden, sondern auch in der Dusche oder Badewanne.

 

Zum Schwimmen sind Uhren ab einer Wasserdichtheit von 10 bar geeignet – wie zum Beispiel alle Teutonia oder 29er Modelle. Zum Tauchen darf es hinsichtlich Druckfestigkeit noch etwas mehr sein: laut DIN 8310 sind mindestens 20 bar nötig. Unsere Rasmus 2000 und die Marinus mit 30 bar Druckfestigkeit sind demnach bestens für alle Über- und Unterwassersportarten geeignet.

Wenn eine Uhr im Wasser getragen werden soll, muss sich die Krone in der Aufzugsstellung befinden bzw. bei Schraubkronen mit dem Gehäusetubus handfest verschraubt sein. Nur damit ist die Wasserdichtheit gewahrt!

Darüber hinaus gelten die Angaben zur Druckfestigkeit jeweils für fabrikneue Uhren. Im Laufe der Zeit kann die Wasserdichtheit z.B. durch Stöße beeinträchtigt werden. Aber auch durch Sonneneinstrahlung, Kosmetika und chemische Reaktionen mit Kleber oder Farbe können Dichtungen wasserdurchlässig werden. Deshalb empfehlen wir, eine Uhr alle 1-2 Jahre auf Wasserdichtheit prüfen zu lassen.

Salzwasser: Nach dem Schwimmen oder Tauchen im Meer sollte eine Uhr gründlich mit Leitungswasser abgespült werden. Dies ist auch nach dem Segeln oder Surfen zu empfehlen.

Lederbänder sollten generell vor Wasser geschützt werden, damit sie ihre Form und Schönheit lange Zeit behalten. Unsere Juchtenlederbänder sind durch ihre besondere Verarbeitung zwar wasserabweisend und für Outdoor-Aktivitäten damit bestens geeignet – beim Schwimmen und Surfen sollten sie dennoch nicht getragen werden.

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Aufbewahrung

Der Ort, an dem sich Ihre Mühle-Uhr am wohlsten fühlt, ist Ihr Handgelenk. Dort werden unsere Automatikuhren bei jeder Bewegung mit der nötigen Aufzugsenergie versorgt und durch die Körperwärme immer auf Betriebstemperatur gehalten. Wenn Sie Ihre Uhr einmal nicht tragen oder mehrere Mühle-Uhren besitzen und diese gelegentlich wechseln, sollten Sie ungetragene Uhren idealerweise vor Staub, Feuchtigkeit und direkter Sonneneinstrahlung geschützt in ihren Etuis oder in einer Vitrine aufbewahren. Bei längerer Lagerung empfiehlt es sich zudem, die Uhr einmal im Monat von Hand aufzuziehen, damit die verschiedenen Öle immer richtig im Uhrwerk verteilt sind.

Ablegen über Nacht oder unterwegs: Wenn Sie Ihre Uhr über Nacht nicht tragen, sollten Sie sie möglichst nicht auf kalten Stein-, Glas- oder Metallflächen ablegen. Auch Orte, an denen sehr hohe Temperaturen herrschen, sind nicht der richtige Aufbewahrungsort für eine mechanischen Uhr. Wenn Sie Ihre Uhr während einer längeren Autofahrt ablegen möchten, sollten Sie sie z.B. nicht auf dem Armaturenbrett aufbewahren.

Gangreserve und Aufziehen einer Uhr

Die Angabe zur Gangreserve einer Mühle-Uhr bezieht sich auf die verbleibende Gangdauer nachdem die Uhr voll aufgezogen ist. Unser Chronographenwerk beispielsweise verfügt nach Vollaufzug über eine Gangreserve von 48 Stunden. So lange kann ein Mühle-Chronograph unbewegt abgelegt werden bis die Uhr stehen bleibt. Wenn der Uhr nicht genug Bewegungsenergie zugeführt wurde und sie dadurch nicht voll aufgezogen war, bleibt sie entsprechend früher stehen. Um dies zu vermeiden, kann das Uhrwerk auch von Hand aufgezogen werden. 20-30 Umdrehungen der Krone in Aufzugsstellung reichen aus, um die volle Gangreserve zu erreichen.

Mühle Handaufzugswerke: Die Zeitmesser unserer Manufakturlinie "R. Mühle & Sohn" und die Teutonia III sind mit Handaufzugswerken ausgestattet. Nach Vollaufzug verfügen sie über die in den technischen Daten angegebene Gangdauer. Damit die Zeitmesser nicht stehen bleiben, müssen sie vor Ablauf der jeweiligen Zeitspanne erneut von Hand aufgezogen werden. Wenn Sie Ihre Mühle Handaufzugsuhr täglich tragen, empfehlen wir, sie jeden Tag zur gleichen Zeit aufzuziehen – am besten morgens vor dem Anlegen.

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Uhrenbeweger

In einem Uhrenbeweger können Sie eine Mühle-Automatikuhr sehr komfortabel aufbewahren, da er für das regelmäßige Aufziehen einer Uhr sorgt. Je nach Uhrwerk sind dabei bestimmte Einstellungen vorzunehmen, damit Ihre Uhr optimal aufgezogen wird:

MU 9408 und MU 9413: Beide Chronographenwerke sind einseitig aufziehende Werke. Der Uhrenbeweger muss so eingestellt werden, dass er die Uhr im Uhrzeigersinn bzw. rechtsdrehend bewegt, wenn Sie auf das Zifferblatt blicken. Umdrehungen pro Tag: 750.

Selitta, Version Mühle: SW 200/220/240/260 sind beidseitig aufziehende Werke. Der Uhrenbeweger kann rechts- oder linksdrehend, am besten jedoch beidseitig drehend eingestellt werden. Umdrehungen pro Tag: 725.

ETA, Version Mühle: ETA 2671/2824/2836/2893/2895 sind beidseitig aufziehende Werke. Der Uhrenbeweger kann rechts- oder linksdrehend, am besten jedoch beidseitig drehend eingestellt werden. Umdrehungen pro Tag: 650.

Ganggenauigkeit

Es gehört zur Philosophie unseres Hauses, dass der Träger einer Mühle-Uhr nicht aufgrund seiner Uhr zu spät kommen soll. Lieber etwas zu früh – das ist höflicher. Deshalb regulieren wir unsere Uhren so, dass sie immer einen leichten Vorgang aufweisen: zwischen 0 bis max. 10 Sekunden pro Tag.

Dass mechanische Uhren eine gewisse Gangtoleranz aufweisen, ist normal. Schwankende Temperaturen, der Spannungszustand der Aufzugsfeder oder die Position (Lage), in der eine Uhr abgelegt wird, können sich auf ihren Gang auswirken. Besonders in der achtwöchigen Einlaufphase einer neuen Uhr können jedoch Schwankungen im Gang auftreten. Erst nach dieser Zeit sollte die tägliche Abweichung vom Fachmann gemessen und die Uhr ggf. nachreguliert werden.

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Stöße und Erschütterungen

Ein mechanisches Uhrwerk besteht aus vielen kleinen Hebeln und Schrauben, Zahnrädern und Trieben, die mit geringsten Toleranzen zusammenwirken. Stöße und Erschütterungen können die Funktion eines so feinen Mechanismus beeinträchtigen. Vermeidbare und gerade regelmäßige Stöße – wie zum Beispiel beim Holz hacken – sollte man daher auch einer Mühle-Uhr ersparen: selbst wenn sie eine gelegentliche Erschütterung dank unserer patentierten Spechthalsregulierung gut verkraften kann. So kann man nicht nur die vielen kleinen Bauteile im Uhrwerk schonen, sondern auch das Gehäuse vor unschönen Kratzern bewahren.

Magnetismus

Magnetische Felder sind nicht nur in der Nähe eines Magneten vorhanden – sondern überall dort, wo elektrischer Strom fließt. Natürlich können Sie Ihre Mühle-Uhr tragen, wenn Sie in der Straßenbahn fahren, mit der Bohrmaschine ein Loch in die Wand bohren oder Ihren Radiowecker einstellen: Das alles macht Ihrer Mühle-Uhr nichts aus. Trotzdem sollten Sie die Uhr beispielweise nicht auf dem Lautsprecher Ihrer HiFi- Anlage oder auf anderen elektrischen Geräten ablegen. Vor allem sollten Sie Ihre Uhr nicht bei medizinischen Untersuchungen im Kernspin- oder Magnetresonanz-Tomographen (MRT) tragen, da hier sehr starke magnetische Felder erzeugt werden.