Präzises Messen seit 1869

Die Geschichte von Mühle-Glashütte

Nautische Instrumente Mühle-Glashütte ist heute der einzige Glashütter Uhrenhersteller, der sich noch im Besitz einer in Glashütte verwurzelten Familie befindet. Seit über 700 Jahren ist unsere Familie schon hier in der Gegend ansässig – seit fünf Generationen arbeitet sie nun durchgängig in der Glashütter Uhrenindustrie.

Eine Familie der Uhrenindustrie

Die Gründung des Familienunternehmens erfolgt 1869 durch Robert Mühle. Zunächst fertigt er hochpräzise Messinstrumente für die Glashütter Uhrenhersteller, später kommen Tachometer und Drehzahlmesser hinzu, bis sich in vierter Generation schließlich die Ausrichtung des heutigen Unternehmens herauskristallisiert: die Fertigung von hochwertigen Armbanduhren, Schiffsuhren und anderen nautischen Instrumenten. Die Form der Messinstrumente mag sich in den letzten 150 Jahren geändert haben, mit Stolz können wir jedoch behaupten: Der Name „Mühle“ steht in Glashütte seit fünf Generationen für Präzision und das präzise Messen.

Chronik

1300
Beschreibung des Familienwappens
Wappenbuch von 1656:
V. Band Fol. 113
Eine alteingesessene Familie
Die Familie Mühle ist eine sehr alte sächsische Familie. Schon um 1300 findet man sie in der damals noch böhmischen Gegend um Pirna. Ein Zweig der Familie wird sogar in den Freiherrnstand erhoben. Doch auch aus bürgerlicher Linie entstammen der Familie zu ihrer Zeit sehr bekannte Persönlichkeiten - beispielsweise der Musikdirektor Nicolaus Mühle oder der Pfarrer Johann Georg Mühle.
1629
Das Familienwappen
verliehen 1629
„Weder durch Hoffnung,
noch durch Furcht“
Mutig, geistesgegenwärtig, tatkräftig: so sind unsere Vorfahren seit vielen Jahrhunderten. Einer von ihnen wurde sogar in den Freiherrnstand erhoben, weil er den Sächsischen Kurfürst aus einer misslichen Lage gerettet haben soll. Seitdem haben wir ein Familienwappen, vor allem aber ein Familienethos: „Weder durch Hoffnung, noch durch Furcht“ lautet es. Dass wir bodenständige Realisten sind, die auch Probleme mutig in Angriff nehmen, bedeutet es.
1. Generation
1841
Robert Mühle
1841-1921
Geburtsjahr Robert Mühles
Robert Mühle wird am 28. Juni 1841 unter dem Namen George Albert Mühle im wenige Kilometer von Glashütte entfernten Lauenstein geboren. Den Namen Robert nimmt er erst später an, wahrscheinlich nach dem frühen Tod seiner erster Ehefrau und des gemeinsamen Sohnes Robert.
Um 1860
Zeichnung
Zehntelmaß
Ausbildung zum Feinmechaniker
Robert Mühle absolviert eine Ausbildung zum Feinmechaniker beim Uhrenfabrikanten Moritz Großmann. Dort fertigt er die Präzisionsmessgeräte, die das Unternehmen für die Herstellung seiner Taschenuhren braucht.
1869
Werbeanzeige
der Feinmechanischen Werkstatt „Robert Mühle Glashütte i.S.“
Gründung eines traditionsreichen Familienunternehmens
1869 beginnt für unsere Familie eine neue Zeitrechnung. Denn auch wenn sich unsere Ahnen als Musikdirektoren, Pfarrer und Freiherrn in der Region Glashütte einen Namen gemacht haben: Robert Mühle bleibt es vorbehalten, die Geschicke unserer Familie in ihre bis heute gültige Bahn zu lenken. Schon während seiner Tätigkeit für Moritz Großmann gründet er in Glashütte sein eigenes Unternehmen. Am 22. April 1869 nimmt er hier die Arbeit auf. In der Folge entwickelt sich die Feinmechanische Werkstatt „Robert Mühle Glashütte“ zum alleinigen Hersteller von Messinstrumenten für die Glashütter Uhrenbetriebe und die Deutsche Uhrmacherschule.
1896
Auszeichnung
für hervorragende Messinstrumente
Goldene Medaille der Stadt Dresden
Für die Qualität und die Weiterentwicklung seiner Messinstrumente ist Robert Mühle schon bald ausgezeichnet worden. Auf einer Ausstellung in Dresden erhält er von der Stadt zum Beispiel die Goldene Medaille des Jahres 1896:

„Herrn Mechaniker Robert Mühle in Glashütte wird für die auf der Ausstellung des Sächsischen Handwerkes und Kunstgewerbes 1896 in Dresden ausgestellten von ihm erzeugten und verbesserten Meßwerkzeuge für Uhrmacher und Feinmechaniker auf Vorschlag des Preisrichter-Kollegiums die goldene Ehrendenkmünze der Stadt Dresden verliehen“

heißt es in der am 28. September 1896 ausgestellten Urkunde, die mit der Goldenen Medaille überreicht wird. Damit reiht sich auch Robert Mühle in die Gruppe von Unternehmer-Persönlichkeiten ein, die den Ruf Glashüttes als Zentrum der deutschen Uhrenfertigung entscheidend prägen: Denn nur weil unsere Familie so präzise arbeitet, können andere dies auch tun.
Ab 1900
Ein tausendstel Millimeter
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts steht unser Familienunternehmen in voller Blüte. Als alleiniger Hersteller von Messuhren für Glashütte verfügt Robert Mühle über ein umfassendes Angebot an hochpräzisen Messinstrumenten. Bis auf einen tausendstel Millimeter genau kann man mit einer mechanischen Robert Mühle Messuhr messen. Die damals erreichte Präzision kann man nicht hoch genug achten. Schließlich fertigen wir Bauteile für unsere Armbanduhren auch heute noch - mit unseren hochmodernen CNC-Bearbeitungszentren wohlgemerkt – bis auf einen tausendstel Millimeter genau.
1903
Paul, Hans, Ilse und Elisabeth Mühle
(von links nach rechts)
Die Geburt Hans Mühles
Hans Mühle (1903-1970) wird als Sohn von Elisabeth und Paul Mühle geboren und ist ein Enkel Robert Mühles. Nach seinem Studium arbeitet er als Betriebsingenieur. Dass ihm die Leidenschaft für das präzise Messen geradezu im Blute liegt, dafür sorgt auch seine engere Verwandtschaft. Denn seine Mutter ist eine geborene Stübner und stammt damit aus einer Familie, die sich mit Chronometern zur Taktung von Leuchtfeuern einen Namen gemacht hat.
2. Generation
1905
Alfred, Max und Paul Mühle
in zweiter Reihe stehend (von links nach rechts)
Alfred, Max und Paul Mühle
Am 1. Juli 1905 wird die Firma offiziell in „R. Mühle & Sohn“ umbenannt. Schon einige Jahre zuvor sind zunächst Max und Alfred, später auch Paul Mühle ins väterliche Unternehmen eingetreten. Otto Paul (1872-1931), Arthur Max (1874-1944) und Alfred Otto Mühle (1878-1940) entstammen der zweiten Ehe Robert Mühles. 1867 heiratet er Bertha Alwine Franke (1846-1913), nachdem seine erste Frau bereits ein Jahr nach der Hochzeit gestorben ist.
1918
8-Tage-Automobiluhr
(hier in einem Kaminuhr-Gehäuse)
Ausweitung der Fertigung
Mit der Fertigung höchst präziser Messgeräte hatte sich R. Mühle & Sohn seit 1869 einen sehr guten Ruf erworben. So gelang es Paul, Alfred und Max Mühle – der zweiten Generation des Familienbetriebs – die Produktion auf ein neues Feld auszudehnen. Ab 1918/19 fertigte unsere Familie daher auch Tachometer, Drehzahlmesser und Autouhren. Die Erweiterung der Messgeräte-Fertigung kommt zustande, weil R. Mühle & Sohn auch die jungen Automobilhersteller im sächsischen Zwickau mit Messuhren beliefert. Von hier kommt die Anfrage zur Entwicklung eines Tachometers. So wird zunächst ein Tachometer für Horch entwickelt. Nach und nach kommen zum Beispiel die Elite-Werke in Brand-Erbisdorf und DKW in Zschopau hinzu. Zu den Motorrädern, die mit den Glashütter Mühle-Tachometern unterwegs sind, zählen Wanderer in Chemnitz, BMW, D-Rad, Triumph, A.J.S. und viele mehr.
Mühle-Messinstrumente und -Tachometer
1920
Vereinigte Werke Glashütte/Sa.
Viele Mühle-Tachometer und -Autouhren tragen auf dem Zifferblatt eine Mühle mit dem Zusatz „Vereinigte Werke Glashütte/Sa.“. Mit weiteren Glashütter Unternehmen hat sich R. Mühle & Sohn im Januar 1920 zur offenen Handelsgesellschaft „Vereinigte Glashütter Rechenmaschinenfabriken, Tachometer- und Feinmechanische Werke A. Burkhardt & Cie. – ‚Saxonia‘ Schumann & Cie. – R. Mühle & Sohn“ zusammengeschlossen. Nach Auflösung der „Vereinigten Werke“ werden die Tachometer und Autouhren wieder unter dem Signe „R. Mühle & Sohn“ hergestellt.
Mühle-Firmenwagen
vor dem Stammhaus
Unternehmerischer Weitblick
Die Erweiterung der Messuhren-Fertigung um Tachometer und Autouhren erweist sich als echter Glücksgriff für unser Familienunternehmen. Denn gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten – während der Weltwirtschaftskrise beispielsweise müssen viele Glashütter Uhrenhersteller ihre Tore schließen – verfügt man bei R. Mühle & Sohn über ein zweites Standbein. Ab 1930 werden neben Tachometern auch Autouhren für LKWs sowie Zeitmesser für Motorräder der Firma Wanderer hergestellt. Darüber hinaus müssen aber auch immer mehr militärisch genutzte Borduhren mit dezentraler Sekunde gefertigt werden.
1938
Konstruktionszeichnung
für DKW-Tachometer
Leidenschaft für das präzise Messen
Was für die hochpräzisen Messgeräte von Robert Mühle gilt, gilt auch für die seit 1918 gefertigten Präzisions-Drehpendel-Tachometer: Diese erreichen eine Abweichung von weniger als einem Prozent gegenüber der angezeigten Geschwindigkeit oder der Kilometeranzeige – wie zum Beispiel die Neukonstruktion eines Tachometers für DKW im Jahr 1938.
1945
Mühle Stammhaus
bis 1950
Verstaatlichung in Glashütte
Erst die Wirren nach dem Zweiten Weltkrieg setzen der Erfolgsgeschichte von R. Mühle & Sohn ein Ende. Denn wie viele andere Glashütter Unternehmen wird der Familienbetrieb enteignet und demontiert. Lediglich 20 Prozent der Maschinen und Produktionsmittel verbleiben in Glashütte und werden unter dem Namen VEB „Optik Messtechnik Glashütte“ organisatorisch den Zeiss-Werken Jena angegliedert.
3. Generation
Ab 1945
Hans Mühle
an seinem Schreibtisch
Hans Mühle
Hans Mühle wird 1903 als Sohn von Paul Mühle geboren und arbeitet nach seinem Studium als Betriebsingenieur in den Heliowattwerken Schweidnitz. Als er 1945 nach Glashütte zurückkehrt, wird er von der sowjetischen Verwaltung als Kriegsflüchtling angesehen. Da diese seine Zugehörigkeit zur zuvor enteigneten Familie nicht erkennt, wird der erfahrene Ingenieur als Betriebsleiter des VEB „Optik Messtechnik Glashütte" eingesetzt. Darüber hinaus gründet Hans Mühle bereits im Dezember 1945 ein neues Unternehmen.
Dezember 1945
Firmenschild
des 1945 neu gegründeten Familienbetriebs
Neugründung des Familienunternehmens
Die Enteignung des über 75 Jahre erfolgreich arbeitenden Betriebs „R. Mühle & Sohn“ war ein schwerer Schlag für unsere Familie. Der dritten Generation ist es dabei zu danken, dass der Name „Mühle“ weiterhin mit dem präzisen Messen in Verbindung bleibt. Hans Mühle gründet noch im Dezember 1945 ein neues Unternehmen. Der Name des Familienunternehmens lautet nun „Ing. Hans Mühle, Feinmechanik Glashütte“. Die Neugründung des Familienunternehmens nimmt er nicht nur parallel zu seiner Tätigkeit als Betriebsleiter des enteigneten Bertriebs „R. Mühle & Sohn“ vor – die neue Firma hat ihren Sitz auch in demselben Gebäude. Während in den ersten beiden Etagen des Mühle-Stammhauses Tachometer und Messuhren gefertigt und repariert werden, werden in dessen Dachgeschoss alle Arten von Zeigerwerken oder das Linienziehgerät „Kontolina“ gefertigt.
1950
Mühle-Zeigerwerke
für Manometer
Präzisions- und Feinmechanik
Unter dem Namen „Ing. Hans Mühle“ fertigt unser Familienunternehmen verschiedenste Arten von Messtechnik. Dazu gehören zum Beispiel Lauf- und Hemmwerke für die Foto- und Kinoindustrie oder Zeigerwerke für Druck- und Temperaturmessgeräte.
Produktion um 1950
Ein Familienbetrieb trotzt dem Sozialismus
Innerhalb weniger Jahre wächst die Anzahl der Mitarbeiter von drei auf die stolze Zahl von 60 an. „Ing. Hans Mühle“ ist der alleinige Hersteller von Zeigerwerken für Druck- und Temperaturmessgeräte in Ostdeutschland und befindet sich trotz der politischen Umstände in Ostdeutschland in Privatbesitz.
4. Generation
1970
Antrag
zur Weiterführung des Familienbetriebs von Hans-Jürgen Mühle
Die vierte Generation übernimmt das Ruder
Als Hans Mühle 1970 stirbt, übernimmt sein Sohn Hans-Jürgen Mühle den väterlichen Betrieb. Hans-Jürgen Mühle (*1941) hat in Jena Feinmechanik sowie Optik studiert und danach in einem Zulieferbetrieb der Firma seines Vaters gearbeitet. So ist er bestens mit dessen Arbeit vertraut und kann sein Lebenswerk fortführen bis unsere Familie 1972 zum zweiten Mal enteignet wird.
1972
Produktionsgebäude
ab 1955
Verstaatlichung von „Ing. Hans Mühle“
Das Familienunternehmen wird zum zweiten Mal enteignet und in den volkseigenen Betrieb „VEB Feinmechanik Glashütte“ umgewandelt. Hans-Jürgen Mühle bleibt Betriebsleiter des noch acht Jahre selbständig existierenden VEBs.
1980
GUB-Armbanduhr von Hans-Jürgen Mühle
Eingliederung in die GUB
Nachdem der Familienbetrieb „Ing. Hans Mühle“ in den „VEB Feinmechanik Glashütte“ umgewandelt wurde, verliert er nun auch noch seine Eigenständigkeit. Als „Betriebsteil 7 Mess- und Regeltechnik“ wird er in den VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) eingegliedert. Hans-Jürgen Mühle nimmt nun eine Tätigkeit in der Vertriebsabteilung der GUB an und übt später die Vertriebsleitung aus. In der GUB ist er zuständig für den weltweiten Vertrieb von Schiffsuhren und Marine-Chronometern sowie für den Armbanduhren-Vertrieb in Osteuropa.
1990
Hans-Jürgen Mühle
Hans-Jürgen Mühle wird GUB-Geschäftsführer
Die Wiedervereinigung Deutschlands eröffnet der Unternehmerfamilie Mühle neue Möglichkeiten. Als Vertriebsleiter des VEB Glashütter Uhrenbetriebe wird Hans-Jürgen Mühle 1990 mit vier weiteren Kollegen zu Geschäftsführern ernannt, um den Betrieb in das nun geltende Wirtschaftssystem zu überführen. Nach Erfüllung seiner Aufgabe verlässt Hans-Jürgen Mühle die Glashütter Uhrenbetriebe GmbH. Seine eigentliche Berufung sieht er in einem anderen Bereich.
1994
Hans-Jürgen Mühle
bei der Montage einer Schiffsuhr
Nautische Instrumente Mühle-Glashütte
Hans-Jürgen Mühle gründet das Familienunternehmen unter dem Namen „Mühle-Glashütte GmbH nautische Instrumente und Feinmechanik“ neu. Hier will er sich wieder ganz der Präzision und dem präzisen Messen widmen. Als GUB-Vertriebsleiter für Marine-Chronometer und Schiffsuhren hat er weltweit Kontakte zu Werften und Yacht-Herstellern aufgebaut. Da in der Glashütter Uhrenbetriebe GmbH inzwischen keine nautischen Uhren mehr gefertigt werden, gibt es großen Bedarf an den traditionellen Schiffsuhren und Marine-Chronometern aus Glashütte. So beginnt er die Produktion am 1. April 1994 mit 2 Mitarbeitern und kann das neue Unternehmen erfolgreich aufbauen.
1996
Marinefliegeruhr-I
Die ersten Armbanduhren
Im Jahr 1995 fragt eine der von uns belieferten Werften an, ob wir auch einige robuste, wasserfeste Armbanduhren als Schiffsausrüstung liefern können? Aus unserer Geschichte haben wir gelernt, dass es in feinmechanischer Hinsicht nichts gibt, was ein Mühle nicht kann. Schließlich haben wir schon hochpräzise Messinstrumente, Tachometer und Autouhren gefertigt. Und so sagte Hans-Jürgen Mühle kurzerhand: Ja! Dies ist der Auftakt zur Armbanduhren-Fertigung bei Mühle-Glashütte. Den nautischen Bezug bekommen diese damit quasi mit in die Wiege gelegt. Da wundert es nicht, dass die ersten beiden, frei verkäuflichen Mühle-Armbanduhren die Herren-Sporttaucher-Uhr und die Marinefliegeruhr-I sind. Unsere allererste Armbanduhr hat jedoch keinen Namen. Der Vorgänger der Herren-Sporttaucher-Uhr ist einfach nur Teil der Schiffsausrüstung – ein Zeit-Messinstrument, das eine Aufgabe zu erfüllen hat.
5. Generation
2000
Hans-Jürgen und Thilo Mühle
die 4. und 5. Generation des Familienunternehmens
Familienunternehmen in 5. Generation
Mit Thilo Mühle (*1968) tritt die 5. Generation ins Familienunternehmen ein. Bodenständig, wie wir von Mühle-Glashütte sind, übernimmt er zunächst die Produktentwicklung für unsere Armbanduhren. Vier Jahre später wird er sich die Unternehmensführung gemeinsam mit seinem Vater teilen.
2002
Übergabe des S.A.R. Rescue-Timer an die DGzRS
Februar 2020
56 S.A.R. Rescue-Timer für die Seenotretter
Am 15. Februar 2002 werden in Warnemünde die ersten S.A.R. Rescue-Timer an die Vormänner Erwin Borchardt und Lutz Griesberg übergeben. Die Uhr wurde zuvor gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) entwickelt. Seit Herbst 2002 befinden sich alle 56 S.A.R. Rescue-Timer bei der DGzRS im Dauertest.
2003
Spechthals-Feinregulierung
Patentiert und besonders stoßsicher
Die patentierte Spechthalsregulierung
Die patentierte Spechthalsregulierung ist eine Weiterentwicklung der bekannten Glashütter Schwanenhals-Feinregulierung. Dank ihrer speziellen Form, die dem Kopf eines Spechtes gleicht, ist sie besonders stoßsicher. So ermöglicht sie nicht nur die feinfühlige Regulierung einer Uhr, sie macht eine Mühle-Uhr auch besonders robust.
2007
Thilo Mühle
Thilo Mühle wird alleiniger Geschäftsführer
Die 5. Generation übernimmt das Ruder bei Nautische Instrumente Mühle-Glashütte. Bereits sieben Jahre vorher ist Thilo Mühle ins Unternehmen eingetreten, wobei er zunächst die Produktentwicklung verantwortet, bevor er sich 2004 die Geschäftsführung mit seinem Vater teilt. Sein Weg ist ein gutes Beispiel dafür, was wir unter Kontinuität, Tradition und der Weitergabe von Wissen verstehen. Denn so können wir sicherstellen, dass das in unsere Armbanduhren und nautischen Instrumente einfließende Know-how nicht verloren geht. Und dass unsere Zeitmesser stetig weiterentwickelt werden, weil nachfolgende Generationen deren Entwicklung mit neuen Ideen vorantreiben.
2008
Mühle-Dreiviertelplatine
Die neu entwickelte Mühle-Dreiviertelplatine
Die Dreiviertelplatine ist ein typisches Kennzeichen für hochwertige Glashütter Uhren. Sie trägt ihren Namen, weil sie etwa drei Viertel des Uhrwerks bedeckt. Wie es in Glashütte Tradition ist, ist auch unsere neu entwickelte Version mit dem klassischen Glashütter Gesperr und einer entnehmbaren Ankerradbrücke ausgestattet. Die Mühle-Dreiviertelplatine kommt zunächst in den Chronographenwerken von Mühle zum Einsatz. Die tiefgehende Modifizierung des Basiswerks erfordert die Vergabe der ersten eigenen Kaliberbezeichnung: MU 9408.
2011
MU 9411
Das erste selbst konstruierte Handaufzugswerk
Das Handaufzugswerk MU 9411 ist das erste selbst konstruierte Uhrwerk von Nautische Instrumente Mühle-Glashütte. Der überwiegende Teil der Bauteile, die für die Qualität und die Präzision des Werkes wichtig sind, werden im eigenen Haus bzw. speziell für uns gefertigt. Auf unseren CNC-Bearbeitungszentren wird z.B. die stabile Glashütter Dreiviertelplatine gefertigt, in der Kron- und Sperrrad offenliegend gelagert werden. Seine Premiere feiert das Handaufzugswerk in der Teutonia III Handaufzug.
2014
RMK 01, vergoldet
in der Robert Mühle Auf/Ab GOLD
Manufakturlinie zum 145. Firmenjubiläum
Unter der Führung Thilo Mühles wird nicht nur das erste Handaufzugswerk MU 9411 entwickelt, sondern vor allem auch die Robert Mühle Kaliber RMK 01 und 02. Diese bilden das prachtvolle Herzstück unserer Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“, die zum 145. Jubiläum der Firmengründung durch Robert Mühle vorgestellt wird
2016
Robert Mühle Zeigerdatum
Die Robert Mühle Zeigerdatum mit dem mechanischen Handaufzugswerk RMK 03 wurde 2016 vorgestellt. Sie ist mit der Gangreserve-Anzeige AUF/AB und dem Mühle-Zeigerdatum ausgestattet. Der exklusive Zeitmesser ist auf 100 Exemplare limitiert.
2018
Dustin Mühle
Seit Februar 2018 arbeitet er im Familien-
unternehmen
Familienunternehmen in 6. Generation
Dustin Mühle (*1991) ist der Sohn Thilo Mühles. Nach seiner Ausbildung zum Fluggerätmechaniker studierte er an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Unternehmensführung in mittelständischen Unternehmen. Seit Februar 2018 arbeitet Dustin Mühle nun fest für Mühle-Glashütte und nimmt unter anderem eine Analyse unserer Produktionsprozesse und Organisationsstruktur vor. Gemeinsam mit seinem Vater stellt er das Familienunternehmen für die Zukunft gut auf, damit Mühle-Glashütte noch viele Generationen lang ein unabhängiges Familienunternehmen bleibt.
2019
Robert Mühle Mondphase
in Edelstahl
150. Jubiläum, 150 edle Zeitmesser: Die Robert Mühle Mondphase
Das Jahr 2019 hat eine ganz besondere Bedeutung für uns: Denn in diesem Jahr feiern wir nicht nur 25 Jahre „Nautische Instrumente Mühle-Glashütte“, sondern vor allem auch das 150. Jubiläum der Firmengründung durch Robert Mühle. Genauso lange widmen wir uns bereits dem präzisen Messen und fertigen mit aller Leidenschaft feinmechanische Messinstrumente. Dies ist der rote Faden, der sich durch die 150-jährige Geschichte unseres Familien-Unternehmens zieht. Im Jubiläumsjahr 2019 hält die dritte selbst konstruierte Komplikation in die Manufakturlinie von Mühle-Glashütte Einzug. Neben der neuen Mondphasenanzeige beherbergen die 42 Millimeter großen Platin-, Rotgold- und Edelstahl-Gehäuse der limitierten Sonderedition die hauseigene Auf/Ab-Anzeige und das Mühle Zeigerdatum.
Heute
Unabhängiges Familienunternehmen
Mühle-Glashütte besteht aus 66 Mitarbeitern; 39 davon gehören den Produktionsbereichen an.
Besuch in Glashütte

Manufaktur Tour
vor Ort erleben

Wir laden Sie ein unsere Manufaktur zu besuchen, um Ihnen einen direkten Eindruck unserer Arbeit zu gewähren. Von der Herstellung einzelner Komponenten über die Finisierung der Kleinteile bis hin zur Hochzeit, der Vereinigung aus Uhrwerk und Gehäuse – Gehen Sie mit unseren Kollegen auf Entdeckertour durch unser Unternehmen.

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Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Corona-Eindämmung und der geltenden Hygiene- und Infektionsschutz-Verordnungen können wir derzeit leider keine Besucher in unserem Haus empfangen. Dafür bitten wir um Verständnis. Natürlich sind wir weiterhin für Sie erreichbar und freuen uns auf Ihre Fragen rund um unsere Zeitmesser und Service-Leistungen.

Wer übernimmt den Service an meiner Mühle-Armbanduhr?

Sie haben die Möglichkeit Ihre Uhr kompetent bei einem Fachhändler in Ihrer Nähe warten zu lassen oder die Uhr zu uns nach Glashütte einzusenden. Wenn Sie einen Service in Glashütte wünschen, können Sie Ihre Uhr direkt zu uns ins Werk bringen oder mit dem Vermerk „Service” per Post an uns senden. Bitte nehmen Sie vorab Kontakt mit uns auf. Wir informieren Sie gerne rund um unsere Service-Leistungen und den sicheren Versand Ihrer Mühle-Uhr oder senden Ihnen einen Retourenschein zu.

Wo finde ich technische Informationen zu meiner Mühle-Armbanduhr?

Die wichtigsten technischen Informationen zu Uhren aus unserer aktuellen Kollektion finden Sie auf unserer Website unter Uhren > Kollektion > Modell. Auch in der Bedienungsanleitung zu Ihrer Uhr finden Sie die technischen Daten Ihres Modells. Sollten Sie darüber hinaus Fragen, vor allem auch zu älteren Modellen haben, sprechen Sie uns gerne an.

Kontakt
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