Die Manufakturlinie von Mühle-Glashütte

Unsere Manufakturlinie besinnt sich auf die traditionelle Handwerkskunst Glashüttes – auf die Zeit, in der unser Familienunternehmen Tachometer, Autouhren und Messinstrumente für die heimischen Uhrenindustrie fertigte. Dieses Erbe äußert sich zum Beispiel in den verschraubten Goldchatons der Robert Mühle Kaliber – oder in der seltenen Dreifünftelplatine, mit der wir die heute gebräuchliche Uhrwerkstechnik bereichern.

1690

Robert Mühle Zeigerdatum

Diese Robert Mühle führt die erlauchte Reihe von Zeitmessern an, die mit einem seltenen Zeigerdatum ausgestattet sind.

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1702

Robert Mühle Auf/Ab GOLD

2014 feierten wir nicht nur das 145. Jubiläum der Firmengründung durch Robert Mühle, sondern auch 20 Jahre „Nautische Instrumente Mühle-Glashütte“. Letzteres ist der Anlass für diese Robert Mühle.

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1714

Robert Mühle Auf/Ab

Neben der Widmung an Robert Mühle zeichnet sich diese Sonderedition durch eine Komplikation aus, die es so noch nicht in einer Mühle-Uhr gegeben hat: eine neu konstruierte Auf/Ab-Anzeige.

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1729

Robert Mühle Kleine Sekunde

Mit der Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ schlagen wir ein neues Kapitel in der 145-jährigen Chronik unserer Familienunternehmen auf.

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Vorgeschichte zur Manufakturlinie

Im Jahr 2014 feierten wir nicht nur den 145. Jahrestag der Firmengründung durch Robert Mühle, sondern auch 20 Jahre Nautische Instrumente Mühle-Glashütte. Zu diesem Doppeljubiläum präsentierten wir eine exklusive Sonderedition aus drei Zeitmessern: die Robert Mühle Auf/Ab Gold, die Robert Mühle Auf/Ab und die Robert Mühle Kleine Sekunde. Diese stellten den Auftakt zu unserer Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ dar, deren jüngstes Mitglied die neue Robert Mühle Zeigerdatum ist.

1869: Robert Mühle

Unsere Unternehmensgeschichte beginnt mit dem mutigen Entschluss Robert Mühles. Dieser wurde 1841 im wenige Kilometer von Glashütte entfernten Lauenstein geboren. Nach seiner Ausbildung beim Uhrenfabrikanten Moritz Großmann wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit – und gründete 1869 in Glashütte ein Unternehmen, das Präzisionsmessgeräte für die heimische Uhrenindustrie und die Uhrmacherschule herstellte.

Damit hatte er sich bereits dem verschrieben, was bis heute die Geschichte unserer Familie und unserer Produkte prägt: das präzise Messen. Zugleich befand er sich mit seinen Messinstrumenten auf der Höhe der Zeit. Denn bei der Fertigung ihrer Uhrwerke nutzten die aufstrebenden Glashütter Manufakturen nicht mehr das Pariser Linienmaß, sondern das neu in die Uhrmacherei eingeführte metrische System. Und die dafür erforderlichen Messgeräte und Instrumente wurden ab 1869 bei Robert Mühle gebaut. Mit seinen präzisen Messgeräten leistete Robert Mühle also einen wichtigen Beitrag zum guten Ruf Glashüttes als Zentrum der deutschen Uhrenindustrie: Nur weil wir damals schon so präzise arbeiteten, konnten andere dies auch tun.

1994:
Hans-Jürgen Mühle

Hans-Jürgen Mühle (*1941) hatte in Jena Feinmechanik sowie Optik studiert und danach in einem Zulieferbetrieb unserer Firma gearbeitet. Nach dem Tod des Vaters wurde er Betriebsleiter des Familienunternehmens und konnte das Lebenswerk seiner Vorfahren fortführen bis unsere Familie 1972 enteignet wurde. Dabei wurde das Unternehmen zunächst in einen volkseigenen Betrieb umgewandelt und später in den VEB Glashütter Uhrenbetriebe (GUB) eingegliedert.

Als es zur Wiedervereinigung Deutschlands kam, war Hans-Jürgen Mühle zum Vertriebsleiter der GUB aufgestiegen. Um diese in das neue Wirtschaftssystem zu führen, wurden er und vier weitere Kollegen zu Geschäftsführern ernannt. Nach Erfüllung dieser Aufgabe verließ er die GUB. Denn seine eigentliche Berufung sah er in einem anderen Bereich. Es war das Familienunternehmen und die Tradition seiner Vorfahren, der er sich verpflichtet fühlte. Deshalb gründete Hans-Jürgen Mühle 1994 die „Mühle-Glashütte GmbH nautische Instrumente und Feinmechanik“.

Hier wollte er sich wieder ganz der Präzision und dem präzisen Messen widmen. Das Wissen, das unsere Familie auf diesem Gebiet erworben hatte, hat er auf die Fertigung von Marinechronometern und Arm­banduhren übertragen. Mit dieser Form von Messinstrumenten war er als Vertriebsleiter der GUB in Kontakt gekommen. Seitdem fertigt unsere Familie hochpräzise Marinechronometer, Schiffsuhrenanlagen und andere nautische Instrumente. 1996 stellten wir dann unsere ersten mechanischen Armbanduhren vor: die Marinefliegeruhr-I und die Herren-Sport-Taucheruhr.

2014: Thilo Mühle

Mit Thilo Mühle hat unser Unternehmen einen Geschäftsführer aus der fünften Generation an seiner Spitze. Unter seiner Führung hat sich unser Unternehmen Schritt für Schritt zu dem entwickelt, was man in der Uhrmacherei Manufaktur nennt: das heißt zu einem Uhrenhersteller, der die Fähigkeit besitzt, eigene Uhrwerke zu konstruieren und die überwiegenden Bauteile dafür selbst zu fertigen.

Den ersten Schritt dazu stellt unser Chronographen-Werk MU 9408 dar. Dieses basiert auf einem Basiswerk, das wir so tiefgehend modifizierten, dass eine eigene Kaliber­bezeichnung nötig wurde. Das erste komplett selbst konstruierte Uhrwerk war unser Handaufzugswerk MU 9411, das exklusiv in der Teutonia III Handaufzug zum Einsatz kommt. Diese Entwicklung wird 2014 von den Uhrwerken der Manufakturlinie „R. Mühle & Sohn“ gekrönt.




 

Präzises Messen seit 1869

17.03.2016

Komplikationen erwünscht:
Robert Mühle Zeigerdatum zur Baselworld

Mit der neuen Robert Mühle Sonderedition ehrt Mühle-Glashütte das Lebenswerk des Firmengründers und belebt zugleich eine klassische und heute selten verwendete Komplikation wieder: das Zeigerdatum. Wie es sich für einen echten Manufakturzeitmesser gehört, wurde der Mechanismus eigens von den Uhrmachern von Mühle-Glashütte konstruiert. Ein exklusiver Charakterzug, der durch die Limitierung der Sonderedition auf 100 Exemplare betont wird.

Robert Mühle, der 1869 das Familienunternehmen gründete, hat mit seinen hochpräzisen Messinstrumenten wesentlich zum guten Ruf Glashüttes beigetragen. In diesem Jahr würde er 175 Jahre alt werden - Grund genug für die Vorstellung eines klassischen Manufakturzeitmessers, in dem sich die von ihm vertretenen Werte auf das Schönste widerspiegeln.

Die neue Robert Mühle Zeigerdatum vereint nicht nur höchste Präzision und beste Ablesbarkeit, wie es sich für eine Mühle-Uhr gehört. Sie zeichnet sich auch durch gleich zwei Zusatzfunktionen des mechanischen Werkes, sogenannte "Komplikationen", aus. Diese lassen sich durch das großzügige Sichtfenster im Boden entdecken. Das Herz des Zeitmessers ist das von den Uhrmachern im eigenen Haus konstruierte Uhrwerk "RMK 03". Das Werk baut auf dem Robert Mühle Kaliber RMK 01 mit Auf/Ab-Anzeige auf. Schon die Auf/Ab-Anzeige wurde neu konstruiert. Im RMK 03 kommt mit dem Zeigerdatum nun noch eine weitere Komplikation hinzu, die im zweiten Drittel der Modulplatine Platz findet. Komplettiert mit der Anzeige der kleinen Sekunde bei 6 Uhr setzt sich das Werk aus 180 Teilen mit insgesamt 33 Steinen zusammen, knapp 35 Teile mehr als im RMK 01.

Ganz im Geiste des klassischen Glashütter Uhrenbaus wird das neue Werk mit verschraubten Goldchatons und einem fein gravierten Unruhkloben ausgestattet. Bei Feinregulierung und Deckplatine geht das Manufakturkaliber eigene Wege. Denn natürlich kommt in ihm die patentierte, besonders stoßsichere Spechthals-Feinregulierung zum Einsatz. Die Deckplatine wurde darüber hinaus als Dreifünftelplatine mit separatem Kloben für das Ankerrad gestaltet.

Von außen verspricht der Zeitmesser, was er im Inneren hält. Mit klaren silbernen Akzenten heben sich die drei Totalisatoren elegant vom anthrazitfarbenen Zifferblatt ab. Die von ruhiger Hand applizierten Stundenziffern und -indizes korrespondieren mit den Zeigern aus poliertem Edelstahl. Das 44 Millimeter messende Gehäuse aus gebürstetem und poliertem Edelstahl und das Band aus Krokoleder mit einer Faltschließe aus Edelstahl bieten den feierlichen Rahmen für die exklusive Komplikation des Zeigerdatums. 1793 erstmals in einer Taschenuhr verwendet, wird diese Komplikation nach der Einführung des Fensterdatums nur noch selten realisiert. Eine passende Komplikation also für einen Zeitmesser aus der Sonderedition R. Mühle & Sohn, der sich vor allem als eines versteht: als präzises Zeitmessinstrument am Handgelenk.

Fachhändler

Faszinierende Bilder, fundierte Informationen: Mit unserer Website können Sie sich einen guten Eindruck von unseren Armbanduhren verschaffen. Wie wertig sich eine Mühle-Uhr anfühlt und welche Faszination ihr mechanisches Uhrwerk ausstrahlt ... dies muss man jedoch unmittelbar erleben. Einen Mühle-Fachhändler finden Sie ganz in Ihrer Nähe. Diese freuen sich auf Ihren Besuch und stellen Ihnen unsere Zeitmesser gerne im Detail vor.